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Oktober 2018

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«Auftritte im redaktionellen Bereich sind nicht käuflich»

155 Medienschaffende und Fach-Verlagsleute trafen sich zur alljährlichen Trendtagung in Zürich. Die zum zweiten Mal gemeinsam vom Verband Schweizer Medien und SFJ getragene Veranstaltung bestach wiederum durch spannende Referate, liess aber auch Zeit für Networking.

Von Pete Mijnssen (Text und Fotos)

Eine Erkenntnis vorab: Trotz Medienkrise gibt es nach wie vor eine erstaunliche Vielfalt an Titeln und Medien. Aber die Digitalisierung hinterlässt auch in den Fach- und Special-Interest-Medien Spuren: Immer mehr neu am Markt erscheinende Fachpublikationen erscheinen nur noch digital. Deshalb verstand sich die diesjährige Veranstaltung mit dem Titel «Neue Märkte erschliessen» auch als Beitrag zur digitalen Transformation.

Ob die disruptive Technologie (von englisch to disrupt «unterbrechen»), eine bestehende Technologie möglicherweise vollständig verdrängt, oder erfolgreiche Titel wie das Hochparterre sich im digitalen Umfeld profilieren, darüber plauderte Gründer Köbi Gantenbein mit viel Witz aus dem Nähkästchen. Die Antwort: Trotz Krise kann sich der Architektur- und Designtitel in beiden Welten halten. Das Rezept heisst: hochmotiviertes lohngleiches Team, viel Kreativität und eine klare redaktionelle Linie (Auftritte im redaktionellen Bereich sind nicht käuflich). Publizistikprofessor Guido Keel lehrt seinen Studentinnen und Studenten, dass sie ihren journalistischen Journalismus «mitten im Volk» ansiedeln und sich nicht in technischem Schnickschnack verheddern. Dominik Grau erzählte anschaulich, wie der ehemals behäbigen Ebner-Verlag mit 88 Titeln nun auch digitale, zielgruppenspezifische Angebote anbietet. «Atomisieren, zerlegen von grossen in kleine Inhalte», ist hier die Losung. Vanessa Marr staunt, dass in ihrer Familie dank Kind mehr Papier als je im Haushalt gelesen wird. Auch sie riet den Anwesenden zielgruppenaffine Angebote zu bewerben und bei der Gestaltung von Webseiten auf mobile Anwendungen zu setzen.

Wie hochwertiger Content im aktuellen Produkte Fach- und Spezialmedienumfeld aussieht, das zeigte der diesjährige Q-Award und SFJ-Award für den besten Fachartikel. Fazit: Das Bedürfnis nach Qualität ist auch bei den Fachmedien nach wie vor gross. So haben sich seit 2013 nie mehr so viele Titel für den Q-Award beworben, und auch die SFJ-Jury war voll des Lobes über den diesjährigen Jahrgang.

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